Nachgedacht

„Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des Herrn, die er euch heute bereiten wird.                                           2. Mose 14, 13

 Steht und seht die Rettung des Herrn

Was für andere kein Problem ist, stellt für mich oft ein unüberwindbares Hindernis dar: Wenn ich meinen Laptop starte, und der Bildschirm bleibt schwarz. Wenn ich für meinen Chef eine Auswertung erstellen soll, aber meine Excel-Kenntnisse reichen nicht aus. Oder wenn auf der Reise in den Urlaub die Öltemperatur des Motors bedrohlich ansteigt. Da bin ich mit meinem Latein am Ende – ein Fachmann muss her! Auch mancher Lebensabschnitt ist so verfahren, dass ich mir nicht mehr selbst zu helfen weiß: Wenn ich vor Herausforderungen stehe, die ich nicht bewältigen kann. Wenn ich den Ansprüchen anderer nicht genüge. Wenn mir der Hass eines Menschen entgegenschlägt, für den ich nur Gutes im Sinn hatte. Je mehr ich mich rechtfertige, desto bösartiger werden die Angriffe. Je fester ich dreinschlage, desto schärfere Geschütze fährt der andere auf. Ich stecke in der Patsche, kann weder vor noch zurück.

Geht es Ihnen ähnlich? Dann ist es an der Zeit, die Sache Gott zu übergeben! Er ist der „Fachmann“. Sie rufen ihn – er hört. Sie warten auf ihn – er kommt und er hilft. Es ist jetzt nicht mehr Ihr Problem, sondern seines. Sie treten zur Seite und schauen zu, wie er es richtet.

  • Wie Israel. Das Volk sitzt in der Klemme. Vor ihm liegt das Rote Meer, hinter ihm lagert das Heer Pharaos. Mose ermutigt seine Leute mit den Worten: „Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des Herrn, die er euch heute bereiten wird. […] Der Herr wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!“ (2Mo 14,13-14).
  • Wie Joschafat. Gegen ihn sammelt sich ein übermächtiger Feind. Doch Gott lässt ihm ausrichten: „Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist!“ (2Chr 20,17).
  • Und wie die Jünger (bzw. Jüngerinnen) Jesu. Unterm „Kreuz Jesu [befinden sich] seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena“ (Joh 19,25). Auch sie stehen da und sehen die Rettung des Herrn, „die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade“ (Eph 1,7)!

Sind Sie mit Ihrem Latein am Ende? Dann übergeben Sie Ihren „Fall“ an Gott! Seien Sie still, stehen Sie da und sehen Sie die Rettung des Herrn!

aus: Güthler, Peter, Vom Lesen ins Leben, © Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg, 2014

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