Nachgedacht

„Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat [ihn] kundgemacht.“                     Johannes 1, 18

Gott wird Mensch

Am 16. Juli 1969 startet eine Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida mit den Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins an Bord. Drei Tage später erreichen sie die Mondumlaufbahn. Während Collins im Kommandomodul des Raumschiffs Columbia zurückbleibt, setzen Armstrong und Aldrin mit der Landefähre Eagle auf dem Erdtrabanten auf. Wenige Stunden später, am 21. Juli, 03.56 Uhr, betritt Armstrong als erster Mensch den Mond. Seine Worte gehen in die Geschichte ein: „Dies ist ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.“ Ein „Sprung“, der nach heutigem Maßstab etwa 150 Milliarden Dollar kostete und ein erhebliches Risiko für die Astronauten barg. „Maximal 50 Prozent“ – so schätzten die meisten von ihnen die Wahrscheinlichkeit ein, dass ihre Mission erfolgreich sein würde. Wozu das Ganze? Um die Sowjets beim Wettlauf ins All zu besiegen? Sicher. Oder um einen Menschheitstraum zu verwirklichen? Auch das. Doch die eigentlichen Probleme des Menschen hat das Apollo-Programm nicht einmal im Ansatz gelöst: Hunger, Korruption, Krieg und Unterdrückung, kurzum: die Folgen der Sünde.

Zweitausend Jahre vor der ersten Mondlandung machte der Schöpfer des Weltalls einen gewaltigen Sprung ganz anderer Art: Gott wurde Mensch in der Person von Jesus Christus. Er „wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14). Er kam, um Armen gute Botschaft zu verkündigen, Gefangenen Freiheit auszurufend, Blinden, dass sie wieder sehen, und um Zerschlagene in Freiheit hinzusenden (vgl. Lk 4,18). Er wollte, dass wir das Leben in Überfluss haben (vgl. Joh 10,10) und schuf die Voraussetzung dafür, dass wir von unserem Sündenproblem befreit werden können.

S. Lewis (1898-1963), der Autor der Chroniken von Narnia, drückte es so aus: „Der Sohn Gottes wurde Mensch, um uns zu ermöglichen, Söhne Gottes zu werden.“ pg

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